An der Längsseite unseres Grundstücks haben wir eine Hecke mit vielen unterschiedlichen Sträuchern gepflanzt. Zwischen blühenden Sträuchern wachsen auch Sträucher die essbare Beeren tragen, einer davon ist die "Aronia melancocarpa" zu deutsch "
Schwarze Apfelbeere". Im vergangenen Herbst konnten die ersten Früchte geerntet werden. Die erbsengroßen schwarzen Beeren können wie Rosinen getrocknet oder zu Säften, Gelees und Marmeladen verkocht werden, vom Rohverzehr wird abgeraten, sie schmecken mir roh auch nicht. Teilweise gilt die Aronia als Heilpflanze weil sie reich an sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen ist. 250 g Apfelbeeren wanderten bei uns in die Tiefkühltruhe und wurden dort mehr oder weniger vergessen.
Schaut man die unreifen Früchte genauer an, erklärt sich auch warum sie Apfelbeeren heißen, sie sehen wie kleine grüne Äpfelchen aus. Zum Größenvergleich legte ich eine 1-Cent-Münze daneben.
Unser Aronia-Strauch ist 1 1/2 Jahre alt und inzwischen ca. 170 cm hoch.
Wie ich kürzlich am Marmelade kochen war erinnerte sich mein Mann an die Apfelbeeren, ich verkochte sie mit gleichen Anteilen Himbeeren und Rhabarber, geschmacklich treten sie in dieser Kombination nicht sonderlich hervor, jedoch färben sie die Marmelade dunkler. In der Lebensmittelindustrie wird die Aronia wegen ihres dauerhaften dunkelroten Farbstoffs u. a. in Fruchtjoghurt gemischt.
Verarbeitet habe ich insgesamt 3 kg Rhabarber. Im Gegensatz zum
Vorjahr verwendete ich ausschließlich Gelierzucker 3:1, also immer 3 Teile Frucht und 1 Teil Zucker, durch den größeren Fruchtanteil schmeckt die Marmelade noch fruchtiger, sollte jedoch unbedingt dunkel gelagert werden, weil sie sonst schnell ihre appetitliche Farbe verliert - hätte ich das mit der dauerhaften Färbung früher gelesen hätte ich die Aronia beeren unter alle roten Marmeladen gemischt.
Der Rhabarber stammt aus dem eigenen Garten, gleich draußen schnitt ich die Blätter ab und "
spielte" erst ein wenig mit ihnen, bevor ich mich ans Marmelade kochen machte. Geschält habe ich nur die dicksten Stangen, bei den dünneren blieb die Schale dran.
Aufs Photo schafften es nicht alle Gläser, denn einige sind bereits von uns leer gegessen (z. B.
hier und
hier) andere verschenkt. Zum Verschenken peppe ich die Gläser gerne mit besonderen
Labels auf, für den Eigengebrauch tun es einfache Etiketten. Weil es mich beim Gläser spülen immer nervt wenn der Kleber von den Etiketten nicht abgeht probierte ich etwas neues aus: die Papierschildchen in Milch legen und so angefeuchtet auf die Gläser drücken, es hält super und beim Spülen lösen sich die Etiketten kinderleicht ab.
Voilà, meine diesjährigen Rhabarber-Kreationen:
Aprikosen-Rhabarber-Vanille
500 g Aprikosen
500 g Rhabarber
330 g Gelierzucker 3:1
ausgekratztes Mark einer halben Vanilleschote
Himbeeren-Heidelbeeren-Rhabarber-Banane-Vanille
300 g TK-Himbeeren
300 g TK-Heidelbeeren
150 g Rhabarber
150 g Banane
300 g Gelierzucker 3:1
ausgekratztes Mark einer halben Vanilleschote
Aronia-Himbeeren-Rhabarber
250 g Aroniabeeren
250 g Rhabarber
250 g TK-Himbeeren
250 g Gelierzucker
ausgekratztes Mark einer halben Vanilleschote
Himbeeren-Rhabarber-Vanille
500 g TK-Himbeeren
500 g Rhabarber
330 g Gelierzucker 3:1
ausgekratztes Mark einer halben Vanilleschote
Erdbeeren-Rhabarber
500 g Erdbeeren
500 g Rhabarber
330 g Gelierzucker 3:1
ausgekratztes Mark einer halben Vanilleschote
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Makro-Montag
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